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Die Rolle digitaler Plattformen bei der Unterstützung der psychischen Gesundheitsversorgung

Die Rolle digitaler Plattformen bei der Unterstützung der psychischen Gesundheitsversorgung | EasySend-Blog
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Die Nutzung digitaler Plattformen im Gesundheitswesen ist auf dem Vormarsch. Diese leistungsstarken Instrumente wie Telegesundheitsdienste, elektronische Gesundheitsakten (Electronic Health Records = EHR), digitale Therapeutika und Wellness-Apps verändern unsere Sicht auf das Gesundheitswesen.

In der komplexen Welt des 21. Jahrhunderts wird die psychische Gesundheit zu einem entscheidenden Aspekt des allgemeinen Wohlbefindens. Im Zeitalter nach der Pandemie wächst das Bewusstsein, dass die psychische Gesundheit ebenso viel Aufmerksamkeit erfordert wie die körperliche Gesundheit.

Bei der psychischen Gesundheitsversorgung geht es darum, dass alle Menschen Zugang zu den Diensten und Behandlungen haben, die sie zur Bewältigung ihrer psychischen Probleme benötigen. Das ist ein hehres Ziel, aber leider ist es in vielen Teilen der Welt immer noch eher ein Traum als Realität, trotz der steigenden Zahl von psychischen Problemen.

Die Schnittstelle zwischen digitalen Plattformen und der psychischen Gesundheitsversorgung ist ein wichtiges Thema, das wir angehen müssen. Stellen Sie sich vor, was alles möglich wäre, wenn wir diese beiden Welten – digitale Plattformen und psychische Gesundheitsversorgung – zusammenführen würden. Diese Verschmelzung ist nicht nur spannend, sondern geradezu notwendig. In dem Maße, wie unsere Abhängigkeit von der Technologie wächst und sich unser Verständnis von psychischer Gesundheit vertieft, treten diese digitalen Plattformen auf den Plan, um die Lücken zu schließen. Ja, wir sprechen von einer digitalen Revolution in der psychischen Gesundheit, und Sie sind dabei!

Die globale Krise der psychischen Gesundheit

Die Welt von heute hat mit einer Krise der psychischen Gesundheit von epischem Ausmaß zu kämpfen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass einer von vier Menschen weltweit irgendwann in seinem Leben von einer verminderten psychischen Gesundheit oder einer psychischen Erkrankung betroffen ist. Das sind fast zwei Milliarden Menschen, wenn man die derzeitige Weltbevölkerung betrachtet. 

Allein von Depressionen sind schätzungsweise über 350 Millionen Menschen betroffen. Noch beunruhigender ist die Tatsache, dass weltweit jedes Jahr etwa 1 Million Menschen Selbstmord begehen, womit dies die zweithäufigste Todesursache bei den 15- bis 29-Jährigen ist.

In Ländern mit hohem Einkommen haben 5 von 10 Menschen, die psychosoziale Unterstützung benötigen, keinen Zugang zu der von ihnen benötigten Versorgung. In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen steigt diese Zahl auf 9 von 10 Menschen.

Diese nüchternen Zahlen erzählen jedoch nur einen Teil der Geschichte. Die tatsächlichen Auswirkungen psychischer Erkrankungen sind tiefgreifend und weit verbreitet und beeinflussen jeden Aspekt des Lebens der Betroffenen und der Gesellschaft als Ganzes.

Psychische Erkrankungen belasten das tägliche Leben der Menschen. Sie beeinträchtigen die Fähigkeit einer Person, bei der Arbeit, in der Schule und in ihren Beziehungen zu funktionieren. Das Gefühl der Isolation und der Stigmatisierung, das mit psychischen Erkrankungen einhergeht, kann lähmend sein und zu einem Teufelskreis aus sozialer Ausgrenzung und Verschlimmerung der Symptome führen.

Die psychische Gesundheit ist jedoch nicht nur ein individuelles Problem, sondern hat auch erhebliche gesellschaftliche Auswirkungen. Allein die wirtschaftlichen Auswirkungen sind erschütternd: Die Weltwirtschaft verliert jedes Jahr etwa eine Billion Dollar durch Produktivitätsverluste aufgrund von Depressionen und Angstzuständen. Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Hauptlast angesichts gestiegener Gesundheitskosten, der höheren Schulabbrecherquote und der erhöhten Kriminalitätsrate, die häufig mit unbehandelten psychischen Erkrankungen einhergehen.

Diese wachsende Krise der psychischen Gesundheit unterstreicht die dringende Notwendigkeit umfassender und integrativer Strategien, die sich nicht nur mit der Behandlung und Prävention psychischer Störungen befassen, sondern auch dem psychischen Wohlbefinden aller Menschen Vorrang einräumen. Der potenzielle Nutzen ist immens: Er reicht von der Verbesserung des Lebens von Milliarden von Menschen bis hin zur Schaffung gesünderer, produktiverer Gesellschaften.

Die Rolle der digitalen Plattformen

Digitale Plattformen haben sich als leistungsfähige Instrumente zur Bewältigung der globalen Krise der psychischen Gesundheit erwiesen. Indem sie die Allgegenwärtigkeit der Technologie nutzen, revolutionieren diese Plattformen die Art und Weise, wie wir die Versorgung im Bereich der psychischen Gesundheit angehen, und bieten einen einfacheren und erschwinglicheren Zugang zur Versorgung.

Im Kern bieten digitale Plattformen eine Reihe von Dienstleistungen an, die auf die psychische Gesundheit zugeschnitten sind. Sie umfassen die Telepsychiatrie, die es dem Einzelnen ermöglicht, sich virtuell mit Fachleuten der psychischen Gesundheit zu beraten, sowie digitale Therapien, die Online-Therapiemethoden wie die kognitive Verhaltenstherapie anbieten. 

und Wellness-Apps, die bei der Bewältigung von Stress, Angstzuständen oder Schlafstörungen helfen. Darüber hinaus sorgen elektronische Gesundheitsakten (Electronic Health Records = EHR) für eine nahtlose Weitergabe der psychischen Krankengeschichte eines Patienten und erleichtern so einen umfassenden und kohärenten Ansatz bei der Behandlung.

Diese Plattformen demokratisieren nicht nur den Zugang zu psychosozialen Diensten, sondern tragen auch dazu bei, das mit der Inanspruchnahme von Hilfe verbundene Stigma zu beseitigen. Indem sie einen anonymen Telezugang zur Versorgung bieten, machen sie psychische Gesundheitsdienste zugänglicher und ermutigen mehr Menschen, proaktive Schritte im Umgang mit ihrer psychischen Gesundheit zu unternehmen.

Vorteile der Nutzung digitaler Plattformen für die psychische Gesundheitsversorgung

Das digitale Zeitalter hat den Weg für außergewöhnliche Innovationen in verschiedenen Bereichen geebnet, und die psychische Gesundheitsversorgung bildet da keine Ausnahme. Durch die Nutzung digitaler Plattformen für die psychische Gesundheit öffnen wir die Türen zu zahlreichen Vorteilen, die die Art und Weise, wie wir psychische Gesundheitsdienste wahrnehmen und angehen, neu gestalten können.

  • Zugänglichkeit: Einer der größten Vorteile digitaler Plattformen besteht darin, dass sie auch Menschen in den entlegensten Winkeln der Welt erreichen können. Psychosoziale Dienste sind nicht mehr auf physische Büros in städtischen Gebieten beschränkt. Von geschäftigen Stadtmenschen bis hin zu Bewohnern abgelegener ländlicher Gebiete oder Personen mit eingeschränkter Mobilität kann jeder von seinem digitalen Gerät aus Zugang zu hochwertigen psychosozialen Diensten haben. Es ist, als hätte man einen Therapeuten in der Tasche!
  • Erschwinglichkeit: Traditionelle Therapiesitzungen sind oft recht teuer, was viele davon abhält, Hilfe zu suchen. Digitale Plattformen bieten jedoch eine kostengünstigere Lösung. Mit einer Vielzahl von Online-Ressourcen, Apps und Telemedizin-Plattformen können Einzelpersonen therapeutische Dienste und Unterstützung zu einem Bruchteil der Kosten einer herkömmlichen Therapie in Anspruch nehmen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die psychische Gesundheitsversorgung nicht nur ein Privileg für wenige, sondern ein Recht für alle ist.
  • Anonymität: Machen wir uns nichts vor – trotz der zunehmenden Anerkennung psychischer Erkrankungen sind diese immer noch mit einem Stigma behaftet. Auch heute noch sind trotz des wachsenden Bewusstseins fast 9 von 10 Menschen mit einer psychischen Erkrankung von Stigmatisierung und Diskriminierung betroffen. Dies kann es für viele Menschen schwierig machen, offen Hilfe zu suchen. Digitale Plattformen bieten in dieser Hinsicht einen sicheren Hafen. Sie bieten einen anonymen Raum, in dem Menschen privat um Hilfe bitten können, und ermöglichen es ihnen, ihre Gefühle und Sorgen offen zu äußern, ohne Angst vor Verurteilung oder sozialer Stigmatisierung haben zu müssen.

Kurz gesagt: Digitale Plattformen sorgen für eine Trendwende in der psychischen Gesundheitsvorsorge. Ihr Potenzial, die Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit zu verbessern und ein Gefühl der Anonymität zu vermitteln, macht sie zu einem Wendepunkt im Bereich der psychischen Gesundheitsdienste. Wenn wir diese digitale Revolution weiter vorantreiben, kommen wir dem Ziel näher, dass jeder Mensch überall die Unterstützung erhält, die er für sein psychisches Wohlbefinden braucht.

Zukünftige Auswirkungen

Die Zukunft der psychischen Gesundheitsversorgung wird wahrscheinlich eng mit der Welt der digitalen Plattformen verwoben sein. Es liegt auf der Hand, dass diese Plattformen das Potenzial haben, die psychosozialen Dienste zu verändern und einen zugänglichen, integrativen und proaktiven Ansatz für die psychosoziale Versorgung zu entwickeln.

In Zukunft könnten wir ein integriertes Netz von psychosozialen Diensten sehen, in dem digitale Plattformen eine koordinierte Versorgung, eine kontinuierliche Überwachung und ein frühzeitiges Eingreifen ermöglichen. Stellen Sie sich Apps vor, die Veränderungen Ihrer Stimmung oder Ihres Schlafverhaltens erkennen und einen Check-in Ihres Therapeuten oder eine unterstützende Nachricht von einem virtuellen Coach auslösen. Die Verschmelzung von künstlicher Intelligenz und Gesundheitsdaten könnte auch prädiktive Analysen ermöglichen, die helfen, psychische Krisen zu erkennen, bevor sie auftreten.

Doch wie jede Revolution bringt auch dieser digitale Wandel Herausforderungen mit sich. Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit sind groß, wobei Informationen zur psychischen Gesundheit besonders sensibel sind. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die digitale Kluft vergrößert, wenn diese Dienste nicht für benachteiligte oder technologisch unterversorgte Bevölkerungsgruppen zugänglich gemacht werden.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, ist es entscheidend, dass digitale Initiativen zur psychischen Gesundheit robuste Sicherheitsmaßnahmen, klare Datenschutzrichtlinien und Transparenz bei der Datennutzung in den Vordergrund stellen. Darüber hinaus sollten Anstrengungen unternommen werden, um die digitale Kompetenz und Zugänglichkeit zu verbessern und sicherzustellen, dass niemand bei dieser digitalen Revolution im Bereich der psychischen Gesundheit zurückgelassen wird.

Hier könnte das Aufkommen von No-Code-Plattformen wie EasySend eine wichtige Rolle spielen. Indem sie die Erstellung digitaler Tools ohne komplexe Kodierung ermöglichen, können diese Plattformen den Entwicklungsprozess der digitalen Gesundheitsversorgung demokratisieren. Psychosoziale Fachkräfte könnten ihre eigenen Apps und Dienste entwerfen, die auf die Bedürfnisse ihrer Patienten zugeschnitten sind. Darüber hinaus könnten No-Code-Plattformen eine schnellere Anpassung an sich verändernde Bedürfnisse und Technologien ermöglichen, so dass der Bereich der psychischen Gesundheit agil und reaktionsschnell agiert.

Der Weg in eine digitale Zukunft der psychischen Gesundheitsversorgung ist zweifelsohne spannend, muss aber mit Bedacht beschritten werden. Mit dem Fokus auf Zugänglichkeit, Inklusion, Sicherheit und Anpassungsfähigkeit haben digitale Plattformen das Potenzial, die Versorgung im Bereich der psychischen Gesundheitsversorgung zu revolutionieren und eine Zukunft zu schaffen, in der eine hochwertige psychische Versorgung für alle Realität ist.

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Vera Smirnoff
Vera Smirnoff

Vera Smirnoff ist Demand Generation Manager bei EasySend. Sie berichtet über die digitale Transformation im Versicherungs- und Bankwesen und über die neuesten Trends in den Bereichen Insurtech und digitales Kundenerlebnis.